Schützenverein Brink

Unsere Vereinsgeschichte seit 1743

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Mittelalterliche Ursprünge

Die Wurzeln des Schützenwesens reichen bis ins Mittelalter zurück. Damals entstanden Schützenvereine als Notgemeinschaften zum Schutz der Bevölkerung.
Ihre Aufgaben waren:

  • Schutz vor Räubern und Plünderern
  • Verteidigung bei kriegerischen Angriffen
  • Hilfe bei Bränden und Katastrophen
  • Organisation von Nachtwachen

Eine Verordnung von 1637 zeigt, wie gefährlich die Zeit war: Kirchspielführer durften Räuber sogar mit Gewalt bekämpfen und töten, um die Bevölkerung zu schützen.

Entstehung des Schützenvereins Brink

Der Schützenverein Brink gilt als 1743 gegründet.

Beleg dafür ist die älteste Plakette an der Königskette mit der Aufschrift:

„F. A. Vagedes, Richter der Stadt Cosveldt, 1743“

Vor dieser Zeit feierten die Brinker gemeinsam mit der Bauerschaft Gaupel Schützenfeste.
Ein König aus Gaupel ist bereits 1678 (Hubert Lentfers) dokumentiert.

Früher wurden Schützenfeste:

  • unter der Vogelstange im Freien
  • meist auf Bauernhöfen
  • mit Vogelschießen zur Ermittlung des Königs

gefeiert.

Entwicklungen im 20. Jahrhundert

Zwischenkriegszeit

1920 entstand ein Jugendverein namens „Der gemütliche Brinker“.
Mitglieder:

  • unverheiratete Brinker
  • mindestens 17 Jahre alt

Ziel war Geselligkeit durch:

  • Tanzveranstaltungen
  • Theater
  • Weihnachtsfeiern.

1927 fand ein besonderes Schützenfest statt:
Fritz Wegs wurde 50 Jahre nach seiner ersten Regentschaft erneut Schützenkönig.

 

Soziale Hilfe im Dorf

Der Schützenverein übernahm auch soziale Aufgaben:

1930 Brandhilfe-Regelung:
Wenn ein Haus im Brink abbrannte, sammelte der Verein Geld für die betroffene Familie.

Zeit des Nationalsozialismus

1933 wurde berichtet, dass der Schützenvogel mit dem Symbol der „nationalen Erhebung“ geschmückt war und im Festlokal eine Hakenkreuzfahne hing.

1935 errichtete der Verein eine Gedenktafel für Gefallene des Ersten Weltkriegs.

Zweiter Weltkrieg (1939–1945)

Mit Beginn des Krieges wurden viele Mitglieder eingezogen.
Der Brink erlitt schwere Schäden durch Bombardierungen.

Bilanz nach dem Krieg:

25 Gefallene oder Vermisste

1945 sammelten Bewohner Geld für Familien mit Kriegsschäden.

Neubeginn nach dem Krieg

1948 fand die erste Versammlung statt.
Statt eines Schützenfestes feierte man zunächst ein Erntedankfest.

1950 gab es dann wieder ein Schützenfest.
Erstes Königspaar nach dem Krieg:

Heinrich Uhling

Agnes Holzer

Entwicklung ab den 1950er Jahren

Typischer Ablauf der Schützenfeste damals:

Messe in der Großen Kapelle

Frühschoppen

Antreten der Schützen

Vogelschießen

Königsball

Besonderheiten:

König fuhr im Pferdewagen

Frauen hatten eigenes Kaffeetrinken

Birkenzweig („Toog up de Ro“) wurde vor dem Fest an die Vogelstange gesetzt.

Wichtige Veränderungen (1960–1980)

1962 erstes Schützenfest im Zelt

1963 neue Vereinsfahne

1969 Schützenfest erstmals am Wochenende

1976 Einführung von Schützenhüten und Holzgewehren

1977 neue Gedenktafel für Gefallene der beiden Weltkriege

Vereinsentwicklung ab den 1980ern

neue Königskette

neuer Kugelfang für die Vogelstange

Planung des 250-jährigen Jubiläums 1993

1990 fand ein großes Familienfest zur Finanzierung des Jubiläums statt.